Blende, Belichtungszeit und ISO-Zahl

Workshop Fotografie

Blende, Belichtungszeit und ISO-Zahl, die großen 3

In der Fotografie gibt es im Wesentlichen drei wichtige Kenngrößen, die beachtet werden sollten: Belichtungszeit, Blende und ISO-Wert.

Die Belichtungszeit ist der Zeitraum bzw. das Zeitfenster, in dem der Sensor oder der Film dem Licht bei der Aufnahme ausgesetzt wird, ein Bild entsteht. Mit der Blende kann die Lichtmenge, die durch das Objektiv einfällt, bewusst gesteuert werden.

Der ISO-Wert beschreibt die Lichtempfindlichkeit der Kamera oder des Films, hierzu gibt es verschiedene Filme, die unterschiedlich empfindlich auf Licht reagieren. Die digitale Fotografie hat im Gegensatz zur analogen Fotografie einen Vorteil, es können während eines Fotoshootings, die Lichtempfindlichkeiten ohne den Film zu wechseln verändert werden, der analoge Film bleibt bei der vorgegebenen ISO-Zahl in der Kamera und sollte zu Ende fotografiert werden. Merke! Wenn Du analog fotografierst, solltetest Du Dir Gedanken darüber machen, welches Licht (Natur-/Kunstlicht) am Set vorhanden ist und dementsprechend den Film auswählen.

ISO-Wert:

Der ISO-Wert beschreibt die Lichtempfindlichkeit des Kamerasensors bzw. des Films angegeben. Je höher der ISO-Wert, desto empfindlicher ist der digitale Sensor oder der Film. Digitale Sensoren haben einen Nachteil, Bildrauschen, je höher die eingestellte ISO-Zahl ist, desto mehr Bildrauschen entsteht. Vorteil, man kann bei schlechten Lichtverhältnissen immer noch ein Bild erzeugen. In der analogen Fotografie nennt man das Körnigkeit.

Merke!

ISO:

Niedrige ISO-Empfindlichkeit: z.B. ISO 50 bis ISO 200 = kein oder sehr wenig digitales  Bildrauschen/analog Körnigkeit

Hohe ISO-Empfindlichkeit: z.B. ISO 1600 bis ISO 25600= viel digitales Bildrauschen/analog Körnigkeit

Uns bis heute bekannte ISO-Angaben der Industrie für digitale Kameras und analoge Filme.

25 / 50 /64 /100 / 200 / 400 / 800 / 1600 / 3200 /6400 / 12800...

Du siehst, es findet stets eine Verdopplung statt, die hohen Zahlen gelten für digitale Systeme. Bei dem Kodak Ektapress 6400 handelte es sich um den höchstempfindlichen Fotofilm, die Produktion wurde eingestellt.
Praktisch gesehen kann jeder ISO-Schritt von unten nach oben und umgekehrt auch als einzelner Blendenschritt gesehen werden.
Belichtungszeit: 

Die Belichtungszeit spielt eine wichtige Rolle bei allen Bewegungen. Was möchte man wie fotografieren? Bei einem Foto handelt es sich um ein stehendes Bild, welches mittels Beeinflussung von außen (Steuerung Belichtungszeit durch Fotograf). Bei kurzen Belichtungszeiten lassen sich z.B. Sport scharf auf dem Foto einfangen. Durch längere Belichtungszeiten entstehen Bewegungungen oder Verwacklungen und Unschärfen. Beide Möglichkeiten haben ihr Einsatzgebiet. Überlege deshalb vorher, was möchtest Du wie fotografieren?

Kurze Belichtungszeit: z.B. 1/800 Sekunde = Scharf/Eingefroren bei schnellen Bewegungen, z.B. Skater in Bewegung

Lange Belichtungszeit: z.B. 1/2 Sekunde) = Unscharf/Bewegungsunschärfe bei schnellen Bewegungen

 

Blende:

Du kannst mit der Blende Dein Foto/Bild gestalten und künstlerisch beeinflussen. Du steuerst mit diesem Werkzeug, die Schärfe oder Unschärfe bewusst . Unschärfen z.B. werden oft bei Portraits eingesetzt, sie verleihen dem Bild das gewisse Etwas, selbstverstänldich darf ein Bild auch durchgehend scharf eingestellt sein.

Über die Blendenöffnung, kannst Du auch bestimmen, wie viel Licht durch das Objektiv auf den Sensor bzw. Film gelangen darf, Du nimmst bewusst Einfluss auf die Belichtungszeit. Bedenke die größe der Blendenöffnung beinflusst, die Schärfe des Bildes.

Große Blendenöffnung: z.B. Beispiel F 1,4 = partielle Schärfe im Hintergrund oder im Vordergrund des Motivs (kleine Schärfentiefe)

Kleine Blendenöffnung: z.B. F 22) = durchgehend scharfes Motiv (große Schärfentiefe)

 

 

Written by Matt Knust