Spiegellose Systemkameras

Matthias Knust - Fotoworkshop

Spiegellose Systemkameras

Spiegellose Systemkameras bieten den Nutzern Kompaktheit und hohe Bildqualität praktisch aus der Hosentasche. Mittlerweile können sich viele Modelle, die sich auf dem Markt tummeln, in Sachen Bildqualität und Geschwindigkeit mit den großen Spiegelreflexkameras (DSLR) messen und haben eine Berechtigung in der Hosentasche zu stecken und für gute Fotos zu sorgen. Für viele fotografische Situationen und Momente stellen die Spiegellosen daher eine echte Alternative zur großen DSLR dar. Folgend habe ich Dir einige interessante Dinge zu den Spiegellosen aufgeschrieben.

Bildqualität:

Die Abbildungsqualität von spiegellosen Systemkameras liegt mittlerweile auf dem Niveau von Spiegelreflexkameras, jedoch sollte man beachten, dass auch hier der Preis eine Rolle spielt. Diverse Anbieter verfügen über ein großes Angebot an Kameras, die über unterschiedlich große Sensoren (z. B. Four-Thirds) verfügen. Wie bei den großen Kameras, ist auch bei spiegellosen Systemkameras, die Sensorgröße ein ausschlagebendes Kriterium für die Bildqualität der fotografierten Motive. Selbstredend bieten größere Sensoren vor allem bei wenig Licht eine bessere Bildqualität als kleinere. Weiter leisten Kameras mit großen Sensoren mehr Möglichkeiten bei der kreativen Gestaltung der Fotografie mit geringer Schärfentiefe (Fokus im Hinter- oder Vordergrund). Es gibt aber auch spiegelose mit kleineren Sensoren, sie haben den Vorteil, dass Objektive kompakter gebaut werden und dadurch, die Kamera-Objektiv Bauweise kleiner und leichter ist, hier hat der Fotograf annehmbare Qualität in der kleinen Tasche zu transportieren.

Diese Sensorformate stehen Dir aktuell zur Verfügung. Hier gilt je größer der Sensor, desto bessere Ergebnisse können fotografiert werden. Prüfe! Was möchtest du fotografieren und für welchen Einsatz?

  • Vollformat 24x36mm, auch der analoge Kleinbildfilm hat dieses Maß
  • APS-C-Format ca. 15×22,5mm
  • Four-Thirds-Format ca. 17x13mm
  • CX-Format 8,8×13,2mm

Leichter und kompakter:

Spiegellose Systemkameras haben keine Mechanik mit einem Spiegel, über diese Bauweise können die Spiegellosen kleiner und kompakter als Spiegelreflexkameras auf den Markt gebracht werden. Nicht nur allein dieser Eigenschaft verdanken diese Kameras, ihren Erfolg und Beliebtheit bei vielen Hobbyfotografen. Durch diese Bauweise schwinkt jedoch ein Nachteil mit, der Raum für Bedienungselemente am Gehäuse ist enorm eingeschränkt. Viele Funktionen, die Du vielleicht von DSLR kennst, müssen über ein Menü einer Software oder über die Mehrfachbelegung von Bedienelementen angewählt werden.

Matthias Knust - Fotoworkshop

Fotoworkshop Oldenburg. Matthias Knust – Fotografie

Sucher und Display:

Systemkameras haben i.d.R. keinen optischen Sucher, Ausnahmen gibt es auch hier. Für die Bildgestaltung steht dem Fotografen entweder ein Display oder ein elektronischer oder optischer Sucher für die Motivsuche zur Verfügung. Ein sogeannter Hybridsucher verbindet, die Vorteile von optischen und digitalen Suchern, diese Suche sind jedoch sehr rar auf dem Markt vertreten. Mittlerweile gibt es gute elektronische Sucher, die mit optischen, bald gleichziehen können, sie haben einen Vorteil, die Bildhelligkeit kann bereits vor der eigentlichen Aufnahme beurteilt werden, auch hier stellt sich die Frage, ob ein Fotograf diese Möglichkeit tatsächlich benötigt.

Fokussierung:

Zu Beginn der spiegellosen Systemkameras war der Autofokus deutlich langsamer als bei Spiegelreflexkameras, was zu vielen Irritationen bei der Aufnahme führte. Der Autofokus ist in der Gegenwart recht schnell und auch brauchbar geworden. Teilweise wird über eine Software, die manuelle Fokussierung angeboten, die jedoch sehr kompliziert und unkomfortable ist und nicht zu den gewünschten Ergebnissen führt, da diese Art der Fokussierung recht umständlich ist und ohne den gewohnten haptischen Einfluss zu betätigen ist.

Serienbild:

Einige Kameras fotografieren bei voller Auflösung 50 Bilder pro Sekunde, was enorm ist. DSRL können hier nicht mithalten, da der Spiegel in der mechanischen Bauweise nicht so oft hoch und runter klappen kann.

Auslösung bei der Fotografie:

Spiegellose Systemkameras sind enorm leise und stören nicht in ruhigen Momenten. Es entstehen keine störenden mechanischen Geräusche bei den Aufnahmen. Wir alle haben das tolle Geräusch eines klappenden Spiegels bei der Aufnahme mit einer SLR im Gehörgang, zumindest brauche ich das bei meiner Fotografie.

Objektive:

Spiegellose Systemkameras haben mittlerweile auch Wechselobjektive mit diversen Brennweiten, der Markt hat sich hierzu gut entwickelt.

Solltest Du weitere Fragen zu spiegellosen Systemkameras haben, kontaktiere mich einfach. Vielleicht sind auch meine Einzelcoachings zu vielen Themen der Fotografie für Dich interessant. Lerne bessere Fotos zu machen!
Du möchtest Anregungen loswerden oder einen Workshop buchen? Kontaktiere mich am besten über das Kontaktformular.

 

Written by Matt Knust