Fotografen richtig briefen

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Fotografen richtig briefen

Fotografen richtig briefen ist einfach, wenn man die richtigen Fragen stellt und zielführende Briefings aufsetzt. Alles ist leicht, wenn man weiß, was zu tun ist.

Oft kommen Anfragen für Werbeaufnahmen via Email reingeflogen, die gelinde gesagt, nicht gerade aussagekräftig sind und viele Fragezeichen für die Kalkulation des Auftrages helfen. Es kommt hin und wieder vor, dass Menschen mit der Beschaffung von Angeboten beauftragt wurden, die noch nie etwas oder selten etwas damit zu haben. Nicht selten sind sie damit überfordert, die richtigen Fragen und Anforderungen für den Job zu kommunizieren, das ist kein Vorwurf, ich würde mich genauso langsam herantasten und mich Stück für Stück an das gewünschte Ziele heranbewegen. Wo wir beim Schlagwort schlechthin sind, dass Ziel!

Fotografen richtig briefen für deine Werbefotografie

Ziele sind meistens dazu da, damit man sich die Arbeit erleichtert und schneller zum Besagten kommt. Man darf nicht vergessen, Fotografen antworten hin und wieder auch mal und genau diese Antworten müssen irgendwann dem Boss vorgetragen werden, damit letztendlich eine Entscheidung getroffen werden kann. Manchmal geht es um die Qualität (hoffentlich immer) und hin und wieder spielt der Preis eine Rolle, hier tritt die Qualität meist in den ungeliebten Hintergrund dieser Aufgabe. Ich würde es jetzt zu Müßig finden, die üblichen “wer billig kauft…” Zitate aus der Mottenkiste zu holen, ich gehe davon aus, dass die oder der Jenige mit vollem Eifer an diese Aufgabe herangeht und eine maximale herausholen möchte, im besten Fall stimmen für diese Maxime Qualität und Preis auf einer Ebene.

Was auffällt, oft werden nur minimale Briefings versendet, die nicht aussagekräftig sind und die gestellte Aufgabe und das gewünschte Ziel nicht beschreiben. So kann nur ein Raten ins Blaue passieren, wir verlieren somit Zeit und gewinnen Fragezeichen.

Als kleiner Wegweiser gebe ich hier eine 12 Punkte Briefing mit auf den Weg, so gewinnen beide Seiten Zeit und kommen schnelle ans Ziel, welches da wäre eine Zusammenarbeit starten ,die mit einer guten Kommunikation begonnen wurde.

Der passende Fotograf – so findest du ihn.

Fotografen richtig briefen.

  • Das Ziel bzw. die Ziele des Fotoprojektes.
  • Wer ist Ansprechpartner im Unternehmen?
  • Beschreibung (Scribbles) der gewünschten Bildsprache.
  • Nutzungsrechte der Bilder
  • Zeitplan für den Fotografen.
  • Technische Anforderung an die entstehenden Bilder.
  • Benennung der Fotodateien
  • Verschlagwortung der Fotos.
  • Bildbearbeitung / Post Production.
  • Wie werden die Bilder zum Kunden transportiert? Datentransfer.
  • Releases für Models, öffentliche Plätze etc.

Der passende Fotograf – das richtige Briefing für einen Fotografen.

Im Folgendem, gehe ich detaillierter auf die einzelnen Punkte ein, damit du es leichter hast.

Das Ziel bzw. die Ziele des Fotoprojektes.

Hier werden Informationen an den Fotografen weitergeben, wie z.B. wer das Projekt betreut, welche Personen am Projekt beteiligt ist und welchen Zweck das Projekt verfolgt. Hier können konkrete Ziele kommuniziert werden, z.B. eine Zeitleiste oder zu verstehen geben, wofür die Bilder verwendet werden sollen.

Wichtig ist den Fotografen so weit zu informieren, dass er die Möglichkeit hat das Konzept des angedachten Auftrages zu verstehen. Darüber kann der Fotograf im Groben erste Überlegungen in Hinsicht auf Equipment und Materialeinsatz abschätzen.

Wer ist Ansprechpartner im Unternehmen?

Hier sollten die wichtigsten Ansprechpartner mitgeteilt werden, um Wege zu verkürzen und so schneller zum Ziel zu gelangen. Hier könnten Angaben zu z.B. Art Direktion, Buchhaltung getätigt werden, so spart man Zeit in Hinsicht auf KVA, Abgabe der Bilder, spätere Rechnung.

Beschreibung (Scribbles) der gewünschten Bildsprache.

Scribbles, Moodboard, Layouts sind hier die Positionen, die Bewegung in den Auftrag bringen, weiter ist es wichtig über die gewünschte Bildsprache zu sprechen. Der Kunde hat eine gewisse Vorstellung, wie die zukünftigen Bilder aussehen sollen, mittlerweile sind immer mehr Menschen sicher in der Beschreibung von Bildern. Tipp: Pinterest Boards mit Positiv- und Negativbeispielen zusammenstellen und dem Fotografen zur Verfügung stellen, so entsteht ein erstes aussagekräftiges Bild vom Auftrag.
Wenn Models zum Einsatz kommen sollen, ist ein Styleguide sehr hilfreich, dort werden gestellte Posen und das Styling von z.B. Modeartikeln vorgeben. Für Produktaufnahmen ist es wichtig zu beschreiben, ob die Bilder freigestellt werden sollen oder als Mood-Aufnahme fotografiert werden sollen.

Nutzungsrechte der Bilder

  • Wo? Räumliche Nutzung der Bilder.
  • Wie lange? Zeitliche Beschränkung der Bilder.
  • Wofür? Welche Medien und Verwertungsarten sind geplant?
  • Verwertung und Rechte Dritter. Wer muss einer weiteren Nutzung zustimmen?
  • Exklusivrecht/Unterlizenzierung. Dürfen andere das Werk/Bilder nutzten?
  • Urhebernennung bei Veröffentlichungen. Muss der Fotografen genannt werden?
  • Besteht ein Recht auf Bearbeitung. Darf das Bild verändert werden?

Tipp: Bei einem Buy-out dem Fotografen eine Eigenwerbung mit den entstandenen zuzugestehen. Die Eigenwerbung für den Fotografen komplett auszuschließen, bedeutet in der Regel auch einen höheren Preis, weil der Fotograf keine Möglichkeit für eine Nachverwertung der Fotos hat.

Zeitplan für den Fotografen.

Dieser Punkt ist selbsterklärend. Hier kommen die bereits feststehenden Fakten wie Vorabstimmung, Shooting, Kontaktabzüge, Zwischenlieferungen von Fotos, Nachbesprechung und der Abschluss der Post Production/Bildbearbeitung ins Spiel. Umso konkreter die Zeitangaben, desto leichter wird es für den Fotografen den Job zu bearbeiten, auch hier geht es um die Ersparnis von Zeit.

Technische Anforderung an die entstehenden Bilder.

Hier kommen wichtige Informationen für den Fotografen in die Kommunikation, spätestens jetzt kommen die Informationen zum Einsatz der Bilder ins Spiel. Wichtig sind folgende Punkte: A). Minimale Auflösung (Pixelkantenlänge, dpi/ppi) B). Abgabeformat (Rohdaten, tiff, jpg, png) C). Urheberangabe im Raw-File. D). Digital Asset Management System: Schlagwörter, Benennung der Bilder, Zeithinweise und weitere Metadaten, dies erleichtert die Archivierung der Fotos.

Bennung der Fotodateien

Hier können z.B. der Projektname mit einer fortlaufenden Nummerierung zum Einsatz kommen. Tipp: Klare und deutliche Benennung erleichtert die Archivierung und das Wiederfinden von Fotodaten.

Verschlagwortung der Fotos.

Hier sind Fotografenname, Kontaktdetails und Copyrightvermerk Standards. Die IPTC Felder sollten je nach Auftrag konkret vorgeben werden. Vorortung und der Zeitpunkt der Erstellung der Bild sind ebenfalls Basisangaben. Alles mit dem Hintergrund das Archiv optimal zu gestalten und darüber Bilder auffindbar zu machen.

Bildbearbeitung / Post Production.

Sollen die Bilder als Freisteller geliefert werden? Welchen Look sollen die Bilder haben? Sind aufwendige Retuschearbeiten angedacht? Übernimmt die Bildbearbeitung eine externe Agentur?

Wie werden die Bilder zum Kunden transportiert? Datentransfer.

Es gibt viele Möglichkeiten wie Dropbox, We Transfer oder firmeninterne Server auf die Bilder vom Fotografen hochgeladen werden können. Hier sind Sicherheitsaspekte bei externen Servern zu bedenken.

Releases für Models, öffentliche Plätze etc.

Hier sollten Rechte bei Übertragung Dritter festgehalten werden, diese Releases sollten zur Verfügung gestellt werden. Soll ein Buy-out (Bildrechte vom Fotografen abkaufen) der Fotos angestrebt werden? Werden Models eingesetzt und sind Model-Releases wasserdicht? An öffentlichen Ort ist es ratsam eine Genehmigung für Werbefotofotos einzuholen, um spätere mögliche Unterlassungen zu umgehen.

Für weitere Fragen und Unterstützung, stehe ich genr mit Rat und Tat zur Verfügung. Jetzt Kontakt aufnehmen.

Fotografen richtig briefen

Tel: 01525-6773898

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